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Bewältigung der Agent-Orange-Kontamination 40 Jahre nach dem Vietnamkrieg

24.04.2015

 

Im Vietnamkrieg wurden mehr als 72 Millionen Liter des chemischen Entlaubungsmittels Agent Orange über den Feldern und Wäldern von Vietnam versprüht und unbekannte Mengen davon über den ländlichen Gebieten in Kambodscha und Laos. Die Menschen waren den Entlaubungsaktionen direkt ausgesetzt. Ausserdem schätzt man, dass sie in den letzten 30 Jahren durch den Kontakt mit ehemaligen Militärbasen (Hot Spots) zusätzlich mit dem Gift kontaminiert worden sind. Laut Untersuchungen der vietnamesischen Regierung und der Studie von Hatfield Consultants, Kanada, sind Hot Spots Bereiche, deren Böden sehr hohe TCDD-Kontaminationen (Tetrachlorodibenzo-p- Dioxin) aufweisen. Hot Spots befinden sich in der Umgebung von ehemaligen Militärbasen, wo Agent Orange transportiert, in Flugzeuge verladen und auch verschüttet worden ist. Dabei gerieten Mengen des Gifts in die Böden, die bedeutend höher waren als bei den Versprühungen aus der Luft. Die Dioxine gelangten in die Nahrungskette, besonders über Fisch und andere Tiere, und erreichten so letztlich die menschliche Bevölkerung.

 

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Green Cross Schweiz fordert die CWÜ-Mitgliedstaaten auf, mehr Verantwortung für die Zivilbevölkerung in Syrien und im Irak zu übernehmen.

16.04.2015

 

Seit 100 Jahren werden moderne Chemiewaffen produziert und bei Kriegen eingesetzt. Zurzeit ist die Zivilbevölkerung in Syrien massiv davon betroffen. Am 21. August 2013 waren mehrere Wohngebiete von Damaskus, die Ghoutas, das Ziel eines Chemiewaffenangriffs, bei dem schätzungsweise 1400 Zivilisten getötet und viele mehr verletzt wurden. Unter dem internationalen Druck stimmte die syrische Regierung 2014 der Zerstörung ihres Chemiewaffenarsenals zu unter Führung der Organisation für das Verbot Chemischer Waffen OPCW. Die OPCW ist für die Umsetzung des internationalen Chemiewaffenübereinkommens (CWÜ) zuständig. Die Zivilbevölkerung imbelagerten Ghoutas erhielt jedoch keine nennenswerte internationale Hilfe.

 

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32 Millionen Menschen in Japan sind durch die Reaktorkatastrophe in Fukushima radioaktiver Strahlung ausgesetzt.

11.03.2015

 

Der Fukushima-Report 2015 gibt Auskunft über die Anzahl Personen in Japan, die durch die Nuklearkatastrophe im Kernkraftwerk Fukushima Daiichi in Mitleidenschaft gezogen worden sind. Dies sind Personen, die Strahlung oder anderen aus der Katastrophe resultierenden Stressfaktoren ausgesetzt waren und in der Konsequenz von potenziellen sich aus diesen Expositionen ergebenden Lang- und Kurzzeitgefahren bedroht sind. Basierend auf diesen Kriterien sind etwa 32 Millionen Menschen in Japan wegen des Reaktorunfalls in Fukushima radioaktivem Niederschlag ausgesetzt.

Genau wie bei der Nuklearkatastrophe in Tschernobyl mit 10 Millionen betroffenen Menschen sind in Japan neben Krebs auch neuropsychologische Langzeitfolgen zu erwarten. Die sich aus der Evakuierung und der folgenden Umsiedlung ergebenden stressbedingten Folgen sind von Bedeutung. Von der gesamten Evakuierung waren über 400 000 Menschen betroffen. Von diesen wurden 160 000 aufgrund des Unfalls in Fukushima umquartiert. Rund 1700 Todesfälle stehen in Verbindung zum Atomunfall infolge von Stress, Erschöpfung und widriger Lebensumstände als Umgesiedelte.

 

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Kontamination ist wichtigstes globales Gesundheits- und Umweltproblem

28.01.2015

 

CH-Zürich, 28. Januar 2015 – Weltweit sterben rund 9 Millionen Menschen pro Jahr an den Folgen von Umweltgiften – und die meisten davon sind Kinder. Dies sind fast drei Mal mehr Todesfälle als durch Malaria und vierzehn Mal mehr als durch HIV/Aids. 5 Millionen Menschen verlieren jährlich ihr Leben im Zbedeutend weniger als durch Umweltgifte.

 

Umweltgiftquellen sind verkannte globale Gesundheitskrisen

 

Die Tatsache, dass mehr als einer von sieben Todesfällen in der Welt in Verbindung mit Umweltgiften steht, gibt jedoch nur einen flüchtigen Blick auf die immens hohen gesundheitlichen und wirtschaftlichen Folgekosten der Verschmutzung von Lebensräumen. Ungefähr 200 Millionen Menschen haben oftmals irreparable Verletzungen des Körpers, einschliesslich des Gehirns, weil sie an Tausenden mit Gift belasteten Orten den Wirkungen von Blei, Quecksilber, Chrom, Pestiziden und Radionukliden ausgesetzt sind. Ungeachtet des Ausmasses und der für Menschen schwerwiegenden Folgen entfällt auf die Umweltkontamination im Gegensatz zu den drei globalen Infektionskrankheiten Malaria, HIV/Aids, Tuberkulose sowie den zwei globalen Umweltproblemen KlimawandArtensterben nur ein Bruchteil der finanziellen Investitionen und Massnahmen.

 

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Umweltreporte

 

Seit 2007 haben die jährlichen Umweltgiftreporte von Green Cross Schweiz und dem Blacksmith Institute, USA, wesentlich zum Verständnis der gesundheitlichen Auswirkungen von toxischen Schadstoffen und ihren Umweltgiftquellen in der breiten Öffentlichkeit beigetragen.

 

Der Umweltgiftreport 2012 beschreibt bekannte Umweltgifte und weist auf deren industrielle Anwendungen und häufigsten gesundheitlichen Auswirkungen hin. Des Weiteren identifiziert der Bericht die wichtigsten zehn Umweltgiftquellen und quantifiziert erstmals das weltweite Ausmass der Gesundheitsschäden durch toxische Substanzen und belegt, dass die gesundheitlichen Auswirkungen von industriellen Schadstoffen in etwa gleich hoch sind wie die der drei globalen Infektionskrankheiten Aids, Tuberkulose und Malaria.

 

Der Umweltgiftreport 2011 basiert auf der geschätzten Zahl der Menschen, die durch die Schadstoffquellen betroffen sind, und der Anzahl weltweit identifizierter Orte, wo Umweltgifte in gesundheitsschädlichen Konzentrationen vorkommen. Über die zehn gefährlichsten Umweltgiftquellen und die schlimmsten Verschmutzungsprobleme wurde in den Jahren 2008 und 2010 berichtet. Der im Jahr 2009 veröffentlichte Umweltbericht enthielt Fallstudien zu erfolgreichen Sanierungsprojekten.

Spendenkonto Green Cross Schweiz: PC 80-576-7 IBAN CH02 0900 0000 8000 0576 7