Neuropsychologische Langzeitfolgen Tschernobyl

Neben der Strahlenexposition und dem damit verbundenen Krebsrisiko löste die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl verschiedene akute und chronische Stressoren bei den Menschen aus. Zu diesen gesundheitlichen Beeinträchtigungen zählen in erster Linie psychologische Folgen wie andauernder psychischer Stress, posttraumatische Belastungsstörungen und vermindertes Wohlbefinden, die sich in Depression, Angstzuständen und Selbstmordgedanken ausdrücken.

 

Unter Einbezug aller Expositionskombinationen kommen die Autoren der Tschernobyl-Studie zum Schluss, dass bis heute bis zu 10 Millionen Menschen betroffen sind. Die vorliegenden Ergebnisse über die neuropsychologischen Langzeitfolgen bei Kindern, Erwachsenen und Arbeitern durch die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl zeigen konsequent negative Auswirkungen.

 

Dies ergab die Green-Cross-Studie, die unter der Leitung von Prof. Jonathan M. Samet, Direktor des Instituts für Globale Gesundheit an der University of Southern California (USC), mit lokalen Partnern in Russland, Weissrussland, in der Ukraine und der Republik Moldau durchgeführt wurde.

 

Hier herunterladen: Tschernobyl-Report 2014 als PDF-File (1.0 MB)

 

Hier herunterladen: Tschernobyl-Report 2013 als PDF-File (9.1 MB)

Umweltreporte

 

Seit 2007 haben die jährlichen Umweltgiftreporte von Green Cross Schweiz und dem Blacksmith Institute, USA, wesentlich zum Verständnis der gesundheitlichen Auswirkungen von toxischen Schadstoffen und ihren Umweltgiftquellen in der breiten Öffentlichkeit beigetragen.

 

Der Umweltgiftreport 2012 beschreibt bekannte Umweltgifte und weist auf deren industrielle Anwendungen und häufigsten gesundheitlichen Auswirkungen hin. Des Weiteren identifiziert der Bericht die wichtigsten zehn Umweltgiftquellen und quantifiziert erstmals das weltweite Ausmass der Gesundheitsschäden durch toxische Substanzen und belegt, dass die gesundheitlichen Auswirkungen von industriellen Schadstoffen in etwa gleich hoch sind wie die der drei globalen Infektionskrankheiten Aids, Tuberkulose und Malaria.

 

Der Umweltgiftreport 2011 basiert auf der geschätzten Zahl der Menschen, die durch die Schadstoffquellen betroffen sind, und der Anzahl weltweit identifizierter Orte, wo Umweltgifte in gesundheitsschädlichen Konzentrationen vorkommen. Über die zehn gefährlichsten Umweltgiftquellen und die schlimmsten Verschmutzungsprobleme wurde in den Jahren 2008 und 2010 berichtet. Der im Jahr 2009 veröffentlichte Umweltbericht enthielt Fallstudien zu erfolgreichen Sanierungsprojekten.

Spendenkonto Green Cross Schweiz: PC 80-576-7 IBAN CH02 0900 0000 8000 0576 7