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PROGRAMM SOZIALMEDIZIN
Gesundheit und Bildung für die Schwächsten.
Die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl, die Lagerung und Herstellung von Chemiewaffen, der Einsatz des Entlaubungsmittels Agent Orange in Vietnam haben zur Verseuchung grosser Gebiete geführt. An deren Folgen leiden noch heute Millionen von Menschen. So hat sich zum Beispiel rund um Tschernobyl die Zahl der Erkrankungen an Schilddrüsenkrebs bei Menschen, die zur Zeit der Reaktorkatastrophe jünger als 18 Jahre alt waren, um mehr als das 50-Fache erhöht.
Mit dem Programm Sozialmedizin unterstützt Green Cross die am stärksten betroffenen Menschen mit umfassender medizinischer und psychologischer Hilfe; insbesondere Kinder, Jugendliche und deren Mütter. Die Massnahmen tragen zur Verbesserung der Lebensverhältnisse in den verseuchten Gebieten bei. In Vietnam zum Beispiel werden von Agent Orange geschädigte, körperbehinderte Kinder und Jugendliche mit orthopädischen Hilfsmitteln versorgt.
In Weissrussland, Russland und der Ukraine organisieren die lokalen Green-Cross-Organisationen regelmässig Therapiecamps für Kinder und Jugendliche. Zur Stärkung ihres Immunsystems und ihrer Psyche leben die Kinder und Jugendlichen während mindestens vier Wochen in gesunder Luft, erhalten unbelastete Nahrung und werden umfassend versorgt. Vor und nach den Camps wird die Betreuung der Kinder an ihren Wohnorten von mobilen Ärzte- und Beratungsteams übernommen.
Das Sozialmedizin-Programm steht unter der Leitung von Christina Bigler, Green Cross Schweiz, und wird von der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten EDA sowie durch Spenden unterstützt.
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